In einem packenden und emotional aufgeladenen Spiel trennten sich der KTV Muotathal und Pallamano Ticino mit einem leistungsgerechten 22:22 Unentschieden. Die Partie bot Spannung, Kampfgeist und eine dramatische Schlussphase.
Der Beginn der Partie gestaltete sich für Muotathal harzig. Die Gäste aus dem Tessin präsentierten sich als spielstarkes Team mit einer herausragenden Torhüterin, die zahlreiche Würfe aus dem Rückraum entschärfte. Die Defensive der Gastgeber stand solide, doch im Angriff fehlte zunächst die Durchschlagskraft. So entwickelte sich ein zähes Ringen, in dem es bis zur 4. Minute 0:0 stand und Tore Mangelware blieben. Immer wieder gelang es, durch eine offensive Deckung Fehler bei den Gegnerinnen zu erzwingen, doch der Lohn blieb aus, denn trotz einer engagierten Leistung ging Muotathal mit einem 10:14-Rückstand in die Pause.
Die zweite Halbzeit begann mit einem völlig veränderten Gesicht der Muotathalerinnen: hoch konzentriert, voller Energie und mit dem festen Willen zur Wende. Tor um Tor kämpfte sich das Team heran, die Abwehr agierte aggressiv und mutig, im Angriff wurde variabler abgeschlossen. Das Spiel stand nun auf Messers Schneide. Eine halbe Minute vor Schluss gelang Muotathal der erneute Führungstreffer. Die Gäste bewahrten dennoch die Nerven und erzielten kurz vor dem Schlusspfiff den Ausgleichstreffer zum 22:22.
Was bleibt, ist die Erkenntnis dieser Partie: Dieses Team kann alles erreichen, wenn es mit Kopf und Mut spielt. Die Angst bleibt künftig in der Tasche – denn wer so kämpft, darf auch an den Sieg glauben.
Telegramm:
KTV Muotathal – Pallamano Ticino 22:22 (10:14) MZH Muotathal
KTV Muotathal: Torhüterin Artiola Musliu (1 Paraden), Emma Lienert (9 Paraden); Lina Gwerder (10), Malina Föhn (9), Hanna Schelbert (2), Elisa Schelbert (1), Séverine Betschart, Sonja Schelbert, Sevin Ali, Lili Ulrich, Sonja Ulrich, Petra Ulrich, Videoaufnahmen: Lisa von Rickenbach, Lara von Rickenbach
