Während der Fahrt nach Baden fürs Auswärtsspiel gegen die HSG Aargau Ost war die Stimmung im Busli recht locker. Es wussten alle, dass es ein hartes Spiel werden wird. Alena Schelbert (krank) und Valeria Waser (arbeiten) konnten leider nicht mittun. Die Rechnung ist einfach: Sechs Spielerinnen und zwei Torhüterinnen, das heisst praktisch durchspielen für alle! Daher wurden beide Torhüterinnen so ausgerüstet, dass sie auch als Feldspielerinnen eingesetzt werden konnten.
Der Start verlief alles andere als optimal. Es dauerte mehr als drei Minuten bis Muotathal zum ersten Mal einnetzen konnte. Zu diesem Zeitpunkt lag man bereits 3:1 im Hintertreffen. Wenige Minuten später stand es bereits 6:1. Doch die Abwehr steigerte sich langsam, aber sicher. Auch im Angriff wurde das Visier etwas schärfer eingestellt und man konnte in der 24. Spielminute zum 13:13 ausgleichen. Auf Grund der personellen Ausgangslage war das in der ersten Halbzeit eine sehr gute Leistung. Allen voran konnte Lorena Schelbert über sich hinauswachsen und in den ersten 30 Minuten viermal einnetzen und mit einem knappen Rückstand von 18:16 ging es in die Garderoben.
In der zweiten Halbzeit konnten die Muotathalerinnen leider nicht über sich hinauswachsen. Das lag vor allem an der Einstellung. Einige erwarten zu viel von sich selber und konnten in der Folge ihr normales Pensum (das völlig ausreichen würde) nicht mehr abrufen. Andere konnten sich nicht Puschen und kamen nicht annähernd an die körperliche Erschöpfung, die sie zu leisten vermochten. Dazu kommt noch, dass Handball ein sehr schnelles Spiel ist und man eigentlich keine Zeit hat, um sich nach missglücken Aktionen zu ärgern. Es gilt: Abhacken und weiter probieren und nochmal probieren. So sollte es sein. Man sollte sich so positionieren, dass man den Mitspielerinnen helfen kann zum Torerfolg zu kommen, und das nicht nur ein-zweimal, sondern immer wieder.
Die zweite Halbzeit war nicht schlecht. Doch der letzte Wille und Glaube an den Sieg fehlte, und so kann man solche Spiele nicht drehen und gewinnen, auch wenn es durchaus möglich gewesen wäre. Am Ende resultierte eine 30:26 Niederlage.
Telegramm:
HSG Aargau Ost – KTV Muotathal 30:26 (18:16)
Baden Aue – SR: Siegrist
KTV Muotathal: Heinzer Mirjam (8 Paraden); Heinzer Amara (6), Heinzer Rael (2), Heinzer Salome (4/3), Jasarevic Nicole (5), Kistler Alina, Schelbert Elena (3), Schelbert Lorena (6).
