Der KTV Muotathal geht als Letzter aus dem diesjährigen Raiffeisen Cup, kann aber trotz Niederlage viel aus den Spielen gegen die Oberligisten mitnehmen.
Geschrieben von Olivia Betschart
Das erste Spiel vom Tag ging bereits sehr spannend los, denn der KTV Muotathal musste sich gegen die SG Fides/Othmar St. Gallen beweisen, die eine Liga höher spielen. Die ersten 15 Minuten der Partie waren die Leistungen der beiden Mannschaften sehr ausgeglichen und sie zeigten mit einer guten Abwehr und grossartigen Toren ihre Stärke. Das Heimteam geriet nach einiger Zeit dann doch in Rückstand, aber liess sich nie mehr als vier Tore zurückfallen und konnte nach der Pause sogar kurz ausgleichen. Schlussendlich konnte das Auswärtsteam das Spiel mit 27:29 für sich gewinnen.
Bittere Niederlage im Kampf um Platz 3
Bei dem Spiel der beiden anderen Gäste Winterthur gegen GC Amicitia Zürich konnte GC das Spiel in den letzten Minuten drehen und sich somit den Finaleinzug sichern. Somit stand der KTV in seinem zweiten Spiel SG Yellow/Pfadi Espoirs gegenüber. Die ersten Minuten konnten die Muotathaler noch mit den Gästen mithalten, dann liessen die Kräfte jedoch schnell nach. Die Spielgemeinschaft konnte die Muotathaler Abwehr zu leicht überwinden und mit schnellen Kontern überrumpeln. Am Schluss fehlte dann doch der Wille des KTV und man unterlag mit 17:34.
Das Team lässt jedoch den Kopf nicht hängen, sondern weiss nun woran es noch zu arbeiten gibt. Trainer Jörg Hediger zeigte sich vor allem mit dem ersten Match sehr zufrieden: «Wir konnten im ersten Spiel trotz Ligaunterschied mit unseren Gegnern mithalten, obwohl einer unserer Torschützen in der ersten Halbzeit ausgefallen ist. Nach der schweren Niederlage im zweiten Spiel sehe ich auch, was es auf den Saisonstart hin noch zu verbessern gibt.»
Besuch eines Toptorschützen aus der Bundesliga
Um 16:00 Uhr begann das Finalspiel, in welchem sich die Spielgemeinschaft aus St. Gallen und die Gäste aus Zürich gegenüberstanden. Am Anfang konnte keine der beiden Mannschaften sich vom anderen Team absetzten und die Partie blieb spannend. Nach der Pause liess die SG Fides/Othmar St. Gallen GC Amicitia Zürich hinter sich und gewann das Spiel und somit den Raiffeisen Cup mit 25:16 klar.
Die Gewinner des Raiffeisen Cups stellten auch den Toptorschützen von allen vier Spielen. Für den österreichischen Toptorschützen Robert Weber ist der Titel jedoch nichts Neues. Robert Weber spielte viele Jahre zuvor bei Topvereinen in der deutschen Bundesliga. In Deutschland zählt der Flügelspieler zu den Top fünf erfolgreichsten Torschützen der Bundesligageschichte. Bis im letzten Jahr stand Weber noch im Kader der österreichischen Nationalmannschaft und nahm an der EM in Deutschland teil.

Toptorschütze Robert Weber erzielte ein Penalty-Tor gegen Zürich (Bild: Andy Scherrer)
Resultate:
KTV Muotathal (M1) – SG Fides/Othmar St. Gallen (NLB) 27:29 (14:16)
KTV Muotathal: Betschart Remo, Oechslin Florian: Augugliaro Valentino (1), Betschart Ivo (7), Dudley Claudio, Gwerder Fabio (2), Gwerder Jan (1), Heinzer Noah (2), Lüönd Manuel (3), Nauer Janik (6), Nauer Kevin (2), Schelbert Dave (2), Schelbert Kilian (1).
GC Amicitia Zürich (NLB) – SG Yellow/Pfadi Espoirs (NLB) 27:24 (11:14)
KTV Muotathal (M1) – SG Yellow/Pfadi Espoirs (NLB) 17:34 (8:17)
KTV Muotathal: Betschart Remo, Jonas Schelbert: Augugliaro Valentino (3), Betschart Ivo (1), Dudley Claudio, Gwerder Jan (4), Gwerder Sandro, Heinzer Noah (1), Lüönd Manuel (1), Nauer Janik (4), Nauer Kevin (2), Schelbert Dave, Schelbert Kilian (1).
SG Fides/Othmar St. Gallen (NLB) – GC Amicitia Zürich (NLB) 25:16 (13:8)

